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Kino am Schloss@Schloss St. Peter/Au

Kino am Schloss

Do., 17. Aug. 2017 19:00 @ Schloss St. Peter/Au , Sankt Peter in der Au

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Eintritt: VVK: 5 / AK: 7

Informationen


Ein Dorf sieht schwarz

Komödie. Frankreich 2016.
Regie: Julien Rambaldi
Mit: Marc Zinga, Aïssa Maïga

Seyolo ist engagierter Arzt und liebevoller Familienvater. Für die Bewohner des verschlafenen französischen Dorfes, in das er gemeinsam mit Ehefrau und Kindern zieht, sind die Neuankömmlinge aber in erster Linie eins, nämlich schwarz – und folglich leider mit haufenweise Vorurteilen konfrontiert. Die gilt es schleunigst aus der Welt zu schaffen – keine leichte Aufgabe!

Frankreich 1975: Seyolo Zantoko ist Arzt und stammt aus dem Kongo. Als er einen Job in einem kleinen Kaff nördlich von Paris angeboten bekommt, beschließt er, mit seiner Familie umzuziehen. Sie erwarten Pariser Stadtleben, treffen aber auf Dorfbewohner, die zum ersten Mal in ihrem Leben einem afrikanischen Arzt begegnen und alles tun, um den „Exoten“ das Leben schwer zu machen. Aber wer mutig seine Heimat verlassen hat und einen Neuanfang in einem fremden Land wagt, lässt sich so leicht nicht unterkriegen...
Lachen und Weinen, Humor und Gefühl, ein Clash der Kulturen, wie er heftiger nicht sein könnte: Regisseur Julien Rambaldi verbindet in seinem zweiten Film EIN DORF SIEHT SCHWARZ all diese Zutaten zu einem fulminanten Mix aus bewegender und leichtfüßiger Komödie, zielt gekonnt auf Herz und Hirn. Augenzwinkernd nimmt er die muffigen 1970er Jahre auf dem Land unter die Lupe. Paris und die Studentenrevolte von 1968 sind fern, im idyllischen Marly-Gomont erstickt man lieber in Gemütlichkeit.
Toleranz, Durchhaltevermögen und die Hoffnung auf Wandel, gegenseitiges Verständnis und friedliches Miteinander dominieren in dieser feinsinnigen Geschichte. Das Wunderbare: dieses Miteinander ist kein Märchen, sondern Wirklichkeit und Wahrheit. Kamini, bekannter Rapper und Sohn von Seyolo Zantako, landete 2006 einen Hit mit seinem witzigen Song „Marly-Gomont“ und entwickelte die Filmidee vom Ankommen und Bleiben, erzählt im Drehbuch vom Schicksal seiner Eltern – emotional, zärtlich, berührend.

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