
Ähnlichkeiten
Das Spiel weist durchaus Ähnlichkeiten zur PS2-Konsolenfassung auf mit seinen monotonen Brauntönen. Auch die Grafik erinnert stark an die PS2-Fassung, nur die Kantenglättung will nicht ganz funktionieren. Aber das fällt ohnehin nicht auf am kleinen Bildschirm. Auch das gewohnte Schleichen, an die Wand pressen und im Würgegriff Wachen töten ist im Spiel enthalten. Die ersten Missionen könnte man direkt auf einen anderen Teil der Serie übertragen. Auch die Waffenwahl und Steuerung ist beinahe identisch, wobei die Kamera mit den Richtungstasten justiert wird, was nicht so leicht ist.
Unterschiede
Natürlich hat "Metal Gear Solid Portable Ops Plus" auch einige Unterschiede im Vergleich zu anderen Fassungen. Zunächst wäre da wohl das Radar, welches stärker auf Geräusche reagiert. Dann wäre da die Möglichkeit, bzw. der Zwang, Gegner zu betäuben und anschließend wegzuzerren. Ihr fragt euch jetzt sicherlich aus welchem Grund... Das habe ich auch: Man kann die "Geiseln" in Gesprächen davon überzeugen, die Fronten zu wechseln und für Snake als Teammitglied zu arbeiten. Jeder Gegner reagiert natürlich anders auf die Methoden und beansprucht unterschiedlich viel Zeit. Das wird nach einer Zeit zur Qual, diese ewig sich wiederholende Prozedur. Aber ab einem gewissen Grad übernehmen die Teamkollegen das Rekrutieren dann von selbst.
Dressur
Die Mühen der Rekrutierung vergisst sicherlich kein Spieler, aber diese war nicht vergebens: Rekrutierte Söldner formieren sich zu Gruppen, wie z.B. Sanitäter oder Techniker. Diese kommen während der Einsätze zum Spiel und helfen enorm weiter. Kann man die Eigenschaften der Teams gut kombinieren, scheint es fast schon, als wäre Snake unbesiegbar. Diese Wendung beträgt 180 Grad und das ist das Maximum, was sich an "Metal Gear Solid" ändern konnte: Teamplay statt Solotrip. Die dressierten Söldner finden aber auch außerhalb des Singleplayermodus Verwendung, nämlich in den Multiplayer-Modi.
Faszination Multiplayer
Über den Ad-Hoc-Modus können bis zu sechs Spieler in den Kampf ziehen mit ihren rekrutierten Teams. Man wählt zwischen Deathmatch, Team Deathmach und Capture the Flag. Das hat aber eine scharfe Kante: Sollte man hier einen Rekruten verlieren, wird er nicht regeneriert, sondern schließt sich dem gegnerischen Team an. Das ganze Prinzip erinnert mich an eine Art Pokémon für Erwachsene. Damit es nicht zu langweilig wird, gibt es auch einen Online-Modus, der über die eingebaute WLAN-Funktion betrieben wird. Im Online-Modus kann man seine Teams auch noch hochladen, um sie (ganz nach dem Pokémon-Prinzip) mit anderen Teams selbstständig kämpfen zu lassen. Ist man erfolgreich, kann man vielleicht schon bald mit neuen Rekruten rechnen.
Fazit
Die Frage kann man ganz klar mit "NEIN, ES IST KEIN KONSOLENABKLATSCH" beantworten. "Metal Gear Solid Portable Ops Plus" bietet so viel mehr für sein Geld und dürfte dank PSP-Exklusivität für tränende Augen bei Konsolieros sorgen. Das neue Team-Prinzip und die Online-Funktionen heben den Titel auf eine neue Ebene und verlangen einen sofortigen Kauf!
Freigegeben ab 16 Jahren
Empfohlener Preis: € 39,95
Erhältlich ab: 13. März 2008
Erschienen über: Konami

des is voi oides schpü25.02.2010 14:56
schaut schwul aus14.05.2009 20:06

